Landsberg am Lech – Das Lech Atelier in Landsberg eröffnet am Samstag, 18. April, um 17 Uhr eine Ausstellung der Künstlerin Sarah Samares. Die aus dem Landkreis Landsberg am Lech stammende Künstlerin, die heute in Kanada lebt, kehrt damit nicht nur mit ihren Arbeiten in die Region zurück, sondern auch an einen Ort, der ihr seit Jahren vertraut ist. Die Präsentation ihrer Linoldrucke wirkt deshalb wie mehr als eine Ausstellung – sie hat etwas von einer künstlerischen Heimkehr.
Besonders bemerkenswert ist auch die Entstehung der Ausstellung selbst. Organisiert wurde sie von Lotte, Schülerin der FOS Gestaltung in Landsberg, die das Projekt eigenständig umgesetzt hat. Mit großem Engagement und spürbarer Begeisterung hat sie die Ausstellung vorbereitet und damit gezeigt, wie viel junge Menschen in der Kulturarbeit bewegen können. „Ich freue mich riesig auf die Ausstellung im Lech Atelier und darauf, Sarah Samares Arbeiten einem Publikum hier in der Region vorstellen zu dürfen. Es ist eine Ausstellung, die bewegt – künstlerisch wie inhaltlich", sagt sie.
Im Mittelpunkt der Arbeiten von Sarah Samares steht die Natur – nicht als bloßes Motiv, sondern als Erfahrungsraum. Die Künstlerin lebt in den Wäldern der kanadischen Laurentides, wo sie Inspiration und Ruhe findet. Ihre Werke sind geprägt von botanischen Formen, von Pflanzen, Pilzen und organischen Strukturen, die sie mit der traditionellen Technik des Linoldrucks in präzise und zugleich poetische Bildwelten übersetzt.
Dabei geht es ihr um mehr als ästhetische Darstellung. „In der wilden Natur werde ich langsamer und finde Verbindung zur Schönheit der einfachen Dinge", beschreibt Samares ihren Zugang. Die Bewahrung dieser Vielfalt ist für sie ein zentraler Antrieb ihres künstlerischen Schaffens. Ihre Arbeiten verstehen sich als Einladung, innezuhalten und den Blick wieder auf das zu richten, was im Alltag oft übersehen wird.
Die Künstlerin sieht in der Verbindung zur Natur auch eine gesellschaftliche Dimension. Wer sich auf ihre Bilder einlässt, begegnet nicht nur Pflanzen und Landschaften, sondern auch einer Haltung: Achtsamkeit, Sensibilität und Offenheit. „Ich glaube, dass die Faszination für die Natur etwas Universelles ist – unabhängig davon, wo wir zuhause sind", so Samares. Ihre Drucke möchten dazu anregen, diese Verbindung neu zu entdecken.
Die Ausstellung im Lech Atelier ist bis zum 6. Mai zu sehen. Den Abschluss bildet eine Finissage, bei der die Schau gemeinsam verabschiedet wird. Schon die Vernissage verspricht eine besondere Gelegenheit: zur Begegnung mit der Künstlerin, mit ihren Arbeiten – und mit einer Kunst, die leise wirkt und gerade darin ihre Kraft entfaltet.
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