Dießen – Meistens ist es kein Zufall, welche Bücher man zur Hand nimmt, welche man nach den ersten Zeilen aus der Hand legt und welche man immer wieder liest. In der Reihe "Bücher prägen Menschen" möchte Alois Kramer von Menschen aus der Region wissen, welche Bücher, welchen Einfluss auf sie gehabt haben. Diese Woche antwortet Doris Baumgartl, Oberbürgermeisterin der Stadt Landsberg am Lech auf die Fragen von aloys.news. Wer die Antworten von anderen Befragten lesen möchte, gibt am besten den Begriff "prägen" in die Suchfunktion ein.
Doris Baumgartl ist seit 2020 Oberbürgermeisterin der Stadt Landsberg am Lech und damit die erste Frau in diesem Amt. Nach dem Abitur studierte sie zwei Semester Politologie, wandte sich dann aber dem Studium der Öffentlichen Verwaltung zu und schloss dieses als Diplom-Verwaltungswirtin ab. Ihre berufliche Karriere begann sie im Rathaus der Stadt München in den Bereichen Personal und Organisation. Anschließend wechselte sie zu den Städtischen Kliniken, verantwortete die Themengebiete Marketing und Öffentlichkeitsarbeit und war für Organisation des Europäischen Pflegekongress München zuständig. Seit 2012 engagiert sich Doris Baumgartl als Mitglied der Unabhängigen Bürger für Landsberg e.V. (UBV) in der Kommunalpolitik. 2014 wurde sie als Stadträtin gewählt und übernahm das Amt der zweiten Bürgermeisterin. Sie setzt sich für Bürgernähe, soziale Themen, Frauen und Transparenz ein.
Das Buch, das ich gerade lese.
Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben ein großer Rausch. Es ist der zweite Band über eine junge Frau, die im Berlin der zwanziger Jahre nach einem Medizinstudium eine Stelle als Polizeiärztin annimmt. Vor allem die Schicksale der zahllosen verwahrlosten Kinder beschäftigen sie. Sie werden skrupellos verkauft, aber die Polizei unternimmt nichts dagegen. Es ist die Geschichte über eine starke Frau in harten Zeiten.
Das Buch, das mein Leben verändert hat.
Ob ein Buch mein Leben verändert hat, vermag ich nicht zu sagen. Eines der Bücher, die mich zuletzt beeindruckt haben, ist Thomas Köhler: Ruhm und Wahnsinn. Er beschreibt darin psychische Störungen bekannter Persönlichkeiten z.B. Vincent van Gogh, Ernest Hemingway, Paganini, Friedrich Nietzsche oder Margaret Thatcher. Unglaublich, wie nah beieinander Genie und Wahnsinn oft liegen.
Das Buch, das ich gerne geschrieben hätte.
Katherine Neville: Das Montglane Spiel. Einer der wenigen Romane, die man nicht quer lesen kann - etwas was ich leider häufiger mache um nicht die ganze Nacht durchzulesen. Es verbindet Vergangenheit mit Gegenwart um die Figuren eines Schachspiels und das Elixier des Lebens.
Das Buch, das meine Art zu schreiben beeinflusst hat.
Ich befürchte, es war kein einzelnes Buch, sondern eine Vielzahl an Verwaltungs- und Rechtsschriften die sich im Laufe der Jahre in meinem sprachlichen Ausdruck widerspiegeln.
Das am meisten unterschätzte Buch.
George Orwell 1984: Es war zu seiner Zeit für viele von uns eine Art Fantasyroman. Beeindruckend finde ich, wie Sprache zum Instrument der Manipulation gerät und moderne Kommunikationsmittel die Privatsphäre der Menschen bedrohen.
Das Buch, das mein Denken verändert hat.
Otfried Preußler – die kleine Hexe. Es hat mich als Kind ungemein beeindruckt, wie furchtlos und zielstrebig die kleine Hexe sich gegen die alten, großen Hexen behauptet. Und der kluge, vorlaute Rabe Abraxas hat dazu geführt, dass ich mir unbedingt einen Wellensittich gewünscht habe.
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