Utting – Am Samstagnachmittag lud die neu gegründete Liste für Utting (LFU) zu „Auf einen Kaffee" in den Bürgertreff ein – und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. In entspannter Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen stellte sich die unabhängige Wählergemeinschaft umfassend vor und erläuterte, wofür sie bei der kommenden Kommunalwahl stehen möchte.
Initiator Markus Fakler erklärte, warum sich die LFU gegründet hat: Ziel sei eine parteifreie, rein kommunal ausgerichtete Sachpolitik ohne Vorgaben von außen. Entscheidungen sollten ausschließlich am Wohl Uttings orientiert sein – wirtschaftlich solide, transparent und im engen Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern. Inhaltlich setzt die LFU auf eine starke lokale Wirtschaft und die Bewahrung der Uttinger Identität, auf generationenübergreifenden Zusammenhalt und Lebensqualität sowie auf verantwortungsvolle Finanzen und eine moderne, transparente Verwaltung. Ebenso gehören bezahlbares Wohnen für Einheimische und junge Familien, sichere und intelligente Mobilitätslösungen, Naturschutz mit Augenmaß und eine nachhaltige, bezahlbare Energieversorgung zu den zentralen Themen Ein besonderes Anliegen ist der Wählergemeinschaft zudem die Stärkung des Ehrenamts, das seit Jahrzehnten das Rückgrat des Gemeindelebens bildet
Im Anschluss stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten persönlich vor. Dabei wurde deutlich, dass viele von ihnen seit Jahren ehrenamtlich in Utting engagiert sind – unter anderem bei der Feuerwehr oder der Wasserwacht. Die im Vorfeld aufgekommene Bezeichnung als „Blaulichtliste" griff Fakler offen auf und ordnete sie ein. Wer gemeinsam in Einsatzsituationen Verantwortung übernehme, wisse, was Vertrauen, Verlässlichkeit und Teamfähigkeit bedeuten. Man kenne sich, wisse, wie der andere denke und handle, und könne sich gerade in schwierigen Situationen hundertprozentig aufeinander verlassen. Diese gewachsene Geschlossenheit sei kein Nachteil, sondern eine Stärke. Sie stehe für Stabilität, Entscheidungsfähigkeit und echtes Verantwortungsbewusstsein.
Gleichzeitig nahm die LFU möglichen Befürchtungen klar den Wind aus den Segeln: Die Kandidatur engagierter Feuerwehr- oder Wasserwachtmitglieder bedeute keineswegs, dass neue Gebäude oder Sonderprojekte durchgesetzt werden sollen. Die Wasserwacht habe mit ihrer neuen Hütte erhalten, was notwendig sei, und engagiere sich weiterhin aktiv für die gesamte Gemeinde. Es gehe nicht um Einzelinteressen, sondern um Verantwortung für Utting als Ganzes.
Einen inhaltlichen Schwerpunkt des Nachmittags setzte der Impulsvortrag von Sascha Konul zum Thema Windenergie. In einer sachlich fundierten Darstellung zeigte er Chancen, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Risiken eines möglichen Windkraftprojekts in Utting auf. Deutlich wurde dabei: Ein Windpark ist kein kurzfristiges Bauvorhaben, sondern ein Infrastrukturunternehmen mit einer Betriebsverantwortung von 25 bis 30 Jahren wirtschaftliche Tragfähigkeit sei grundsätzlich möglich, jedoch stark abhängig von tatsächlichen Windverhältnissen, professioneller Projektsteuerung und disziplinierter Finanzierung. Gerade weil Utting kein klassischer Starkwindstandort sei, seien sorgfältige Windmessungen und konservative Kalkulationen unverzichtbar Ebenso entscheidend sei eine echte Bürgerbeteiligung, denn ohne Akzeptanz vor Ort könne ein solches Projekt nicht gelingen
In der anschließenden Diskussion entwickelte sich ein reger, sachlicher Austausch. Viele Besucher brachten Fragen und eigene Einschätzungen ein. Genau darin sieht die LFU ihren Ansatz: zuhören, erklären, abwägen und Entscheidungen nachvollziehbar machen.
Der Nachmittag zeigte eindrucksvoll, dass das Interesse an sachlicher Kommunalpolitik groß ist, wenn sie offen und auf Augenhöhe geführt wird. Die LFU möchte diesen Weg fortsetzen – parteifrei, sachlich und mit klarem Fokus auf Utting. Gestalten wir Utting gemeinsam.
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