Dießen/Höhr-Grenzhausen – Die Arbeit der ersten Dießener Förderpreisträgerin Nora Arrieta ist in die Sammlung des Keramikmuseums Westerwald in Höhr-Grenzhausen aufgenommen worden. Das Museum erwarb die Arbeit „Stille Feuer". Das beeindruckende Werk hatte 2025 den ersten, mit 2.500 Euro dotierten „Förderpreis junge Keramik" des Diessener Töpfermarktes gewonnen. Gestiftet wurde der Preis von der Keramikbedarf-Firma Andrea Wolbring aus Anzing (bei München). „Die Arbeit von Nora Arrieta ist ab sofort in der Dauerausstellung auf der Ebene für Zeitgenössische Keramik aus Höhr-Grenzhausen zu sehen", teilt Museumsleiterin Dr. Nele van Wieringen mit.
Nora Arrieta, Werkstattleiterin am Institut für Künstlerische Keramik und Glas der Hochschule Koblenz, zählt zu den prägenden Stimmen der jungen Keramikszene, so das Museum. Arrietas Werk besticht durch einen innovativen Umgang mit der Materialität und den Ausdrucksmöglichkeiten von Glasuren. „In „Stille Feuer" schmelzen und blähen sich Farben auf – hier wird nicht nur der Ton, sondern auch die Glasur selbst zu einer plastischen Masse. Die Arbeit bereichert unsere Präsentation der heutigen Keramikszene in Höhr-Grenzhausen auf besondere Weise", betont Museumsleiterin Nele van Wieringen.
Nora Arrieta ist bekannt für ihre Arbeiten mit gesellschaftskritischen Momenten. 1989 in Leipzig geboren, absolvierte sie von 2009 bis 2014 ein Studium der Freien Kunst und Bildhauerei an der Weißensee Kunsthochschule Berlin. Von 2014 bis 2017 war sie Meisterschülerin der Bildhauerei bei Prof. Martin Honert an der Hochschule Bildende Künste in Dresden. Danach absolvierte sie ein Masterstudium Künstlerische Keramik bis 2019 an der School of Art und Design am New Yorker State College for Ceramics an der Alfred University in den USA. Nora Arrieta wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und beteiligte sich an Ausstellungen u.a. in Berlin, New York, Medellin, Pittsburgh, Ahrenshoop und München. Sie lebt und arbeitet als Bildhauerin in Höhr-Grenzhausen und leitet seit 2020 die Werkstatt für Keramik am Institut für Künstlerische Keramik und Glas an der Hochschule Koblenz.
Der Diessener Töpfermarkt würdigte im vergangenen Jahr erstmals junge Keramikerinnen und Keramiker und ihr Schaffen. Der neue Förderpreis richtet sich an Nachwuchskeramikerinnen und -keramiker bis zu einem Alter von maximal 35 Jahren. Die Vorauswahl der Wettbewerbsteilnehmer erfolgt durch eine Jury, juriert werden nur professionelle KeramikerInnen. Auch für 2026 ist der Preis ausgeschrieben. Noch bis April können sich Teilnehmer des Diessener Töpfermarktes bewerben. Es sind aber auch freie Bewerbungen aus dem In- und Ausland möglich. Der Preis richtet sich an die Keramiksparten Gefäß, Objekt und keramische Skulptur.
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