Dachau – Nach einem brutalen Angriff auf einen 52-jährigen Syrer am Donnerstagmorgen in Dachau sitzen fünf Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, wird gegen die Männer wegen des Verdachts des gemeinschaftlich begangenen versuchten Totschlags ermittelt.
Gegen 6 Uhr entdeckten Passanten den schwer verletzten Mann in der Martin-Huber-Straße und alarmierten über Notruf Polizei und Rettungsdienst. Das Opfer wies zahlreiche, teils schwere Verletzungen auf und wurde nach der Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht, wo es intensivmedizinisch behandelt wurde. Inzwischen befindet sich der Mann außer Lebensgefahr.
Nach bisherigen Erkenntnissen lauerten die Täter ihrem Opfer auf, als dieses am frühen Morgen seine Wohnung verließ. Sie griffen ihn überfallartig mit Schlägen, Tritten und Stichen an. Erst als Zeugen hinzukamen, ließen sie von dem Mann ab und flüchteten. Die Ersthelfer kümmerten sich um den Verletzten bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte.
Im Zuge der sofort eingeleiteten Fahndung konnte die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II fünf Tatverdächtige identifizieren. Die Spur führte zu fünf in Essen lebenden syrischen Männern im Alter von 25, 26, 28, 38 und 46 Jahren. Sie wurden noch am Abend des Tattages festgenommen und am Folgetag einem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Das Amtsgericht München folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und ordnete Untersuchungshaft gegen alle fünf Beschuldigten an. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an. (Quelle: Polizeipräsidium Oberbayern Nord)
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