A95/Seeshaupt – Am Sonntagabend, gegen 21 Uhr, ereignete sich auf der A95 bei der Anschlussstelle Seeshaupt ein gefährlicher Vorfall. Eine 62-jährige Fahrerin aus Nordrhein-Westfalen fuhr aus bislang unbekannten Gründen in falscher Richtung auf die Autobahn auf.
Ein 25-Jähriger Starnberger, welcher sich mit etwa 140 km/h auf der linken Fahrspur befand, bemerkte das entgegenkommende Fahrzeug. Dank sofortiger Reaktion und starker Bremsung konnte er eine Kollision verhindern.
Die Falschfahrerin setzte ihre Fahrt anschließend mit etwa 40 km/h auf dem Seitenstreifen fort und hielt erst rund drei Kilometer weiter auf einem Parkplatz an – weiterhin in falscher Fahrtrichtung. Dort trafen wenig später Einsatzkräfte der Verkehrspolizei Weilheim ein.
Die 62-Jährige wirkte bei der Kontrolle stark desorientiert und konnte den Vorfall nur unzureichend schildern. Eine eindeutige Ursache für die Falschfahrt war nicht erkennbar. Seitens der Beamten wurde jedoch eine mögliche Nachtblindheit in Betracht gezogen. Da die Frau in ihrem Zustand als nicht fahrtauglich erschien, wurde ihr die Weiterfahrt untersagt. Zudem erfolgte eine Meldung an die zuständige Führerscheinstelle zur Prüfung weiterer Maßnahmen. Der Fahrerin wurde dringend geraten, zeitnah einen Arzt aufzusuchen.
Die Verkehrspolizei Weilheim bittet weitere Verkehrsteilnehmer, die die Geisterfahrt beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 0881-640 302 zu melden. (Pressemeldung der Verkehrspolizei Weilheim)
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